Mähroboter am Hang: Steigung in Prozent und Grad, Allrad

45 %, 80 %, 84 %: Die Steigungswerte im Datenblatt klingen beeindruckend, sagen aber nur etwas, wenn Sie Ihren eigenen Hang kennen. Hier erfahren Sie, wie Prozent und Grad zusammenhängen, wie Sie die Neigung Ihres Rasens bestimmen und welche Modelle die Hersteller für steile Lagen auslegen.

Von Uwe Brenzinger, aktualisiert am 22.10.2026, 4 Minuten Lesezeit.

Messen Sie zuerst, bevor Sie vergleichen. Ein Hang, der beim Spazierengehen steil wirkt, hat oft weniger Steigung als gedacht, und eine harmlos aussehende Böschung am Rand kann mehr haben, als ein kleiner Mäher verträgt.

Prozent ist nicht Grad

Die Hersteller geben die Steigung fast immer in Prozent an. Gemeint ist das Verhältnis von Höhe zu waagrechter Strecke: Steigt das Gelände auf 100 cm Länge um 30 cm, hat es 30 %. 100 % entsprechen einem Winkel von 45°, weil Höhe und Strecke dann gleich groß sind. Die Umrechnung verläuft nicht linear, deshalb hilft eine kleine Tabelle:

SteigungWinkel (gerundet)
30 %17°
45 %24°
50 %27°
70 %35°
80 %39°
84 %40°
100 %45°

Ecovacs schreibt beim GOAT A1600 und A3000 LiDAR Pro beide Angaben ins Datenblatt, 50 % und 27°, und bestätigt damit die Rechnung. Lesen Sie ein Datenblatt, das nur Grad nennt, nie als Prozentwert: 40° sind nicht 40 %, sondern rund 84 %.

Den eigenen Hang bestimmen

Für eine brauchbare Schätzung genügen eine gerade Latte, eine Wasserwaage und ein Zollstock. Legen Sie die Latte mit einem Ende auf den Hang, richten Sie sie mit der Wasserwaage waagrecht aus und messen Sie am anderen Ende den Abstand zum Boden. Teilen Sie diesen Abstand durch die Länge der Latte, und Sie haben die Steigung. Bei einer Latte von 1 m und 35 cm Abstand sind das 35 %. Viele Telefone bieten zudem in einer Mess-App einen Neigungsmesser, der Grad zeigt; mit der Tabelle oben rechnen Sie das in Prozent um.

Messen Sie an der steilsten Stelle, nicht im Mittel. Der Mäher muss jeden Teil des Rasens schaffen, und genau dort, wo es am steilsten ist, entscheidet sich, ob er hängen bleibt. Ab mehr als 35 % ordnen wir ein Modell unserer Seite Hanglage zu.

Modelle für steile Lagen

Die höchsten Werte im Vergleich liegen bei 84 %. Der Navimow X4 nennt sie für seine Reihe von 2.000 bis 5.000 m², ebenso die Worx Landroid Vision Cloud 4WD WR341E bis WR344E und der kleinere Worx Landroid WR340E für 600 m². Weitere Modelle von Worx stehen unter Worx.

Bei 80 % liegen der Dreame A3 AWD 2000, der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD und der LUBA mini 2 AWD 1000. Der Automower 435X AWD NERA ist mit 70 % angegeben. Allen gemeinsam ist der Allradantrieb, bei Worx als 4WD bezeichnet.

Hang und Fläche zusammen lesen

Steile Lagen gibt es auf kleinen wie auf großen Grundstücken, und die Hangmodelle decken beide Fälle ab. Für einen kleinen Garten mit Böschung nennt Worx den WR340E mit 600 m², Mammotion den LUBA mini 2 AWD mit 1.000 m², MOVA den LiDAX Ultra mit ebenfalls 1.000 m². Wer viel Gelände am Hang hat, findet beim Navimow X4 und beim Automower 435X AWD NERA jeweils bis zu 5.000 m², bei der Worx-Reihe WR341E bis WR344E bis zu 4.000 m². Der Dreame A3 AWD 2000 liegt mit 2.000 m² dazwischen. Wählen Sie also zuerst nach der Steigung aus und grenzen Sie dann nach der Fläche ein, nicht umgekehrt.

Warum fast alle Hangmodelle Allrad haben

Am Hang zählt Traktion. Ein Mäher mit zwei angetriebenen Hinterrädern verliert an steilen Stellen leichter den Halt, besonders wenn das Gras feucht ist. Treiben alle vier Räder an, verteilt sich die Kraft. Das zeigt sich im Datenblatt deutlich: Alle Werte über 50 % stammen in unserem Vergleich von Allradmodellen, während die Geräte ohne Allrad zwischen 25 und 50 % enden. Der Ratgeber Allradantrieb stellt Paare aus derselben Reihe mit und ohne Allrad gegenüber.

Was das Datenblatt offen lässt

Unter welchen Bedingungen die Steigungswerte gelten, sagen die Hersteller selten: ob bei trockenem oder nassem Rasen, längs zum Hang oder quer, mit kurzem oder hohem Gras. Rechnen Sie deshalb mit Reserve und wählen Sie ein Modell, dessen Angabe deutlich über Ihrer gemessenen Steigung liegt. Achten Sie auch auf den Übergang am Fuß und am Kamm des Hangs, wo das Gelände abknickt. Dort kann ein Mähwerk aufsetzen, und die Höhe über dem Boden steht selten im Datenblatt.

Schauen Sie neben der Steigung auf die Schnittbreite. Breite Mähwerke wie die 40 cm des MOVA LiDAX Ultra oder die 43 cm des Navimow X4 schaffen eine Böschung in weniger Bahnen, die 20 cm des Dreame A3 AWD 2000 und des Worx WR340E brauchen mehr. Alle Daten stehen im Vergleich.

Die Modelle aus diesem Ratgeber

  1. Navimow X4

    Großes GrundstückHanglage

    Fläche
    2.000 bis 5.000 m²
    Navigation
    RTK + Kamera
    Steigung
    84 %

    Stimmige Wahl7,9 von 10

    ab 2.499 €unverbindlich, Stand 22.10.2026

  2. Worx Landroid Vision Cloud 4WD (WR341E bis WR344E)

    Großes GrundstückHanglage

    Fläche
    1.000 bis 4.000 m²
    Navigation
    RTK + Kamera
    Steigung
    84 %

    Stimmige Wahl6,7 von 10

    ab 1.999 €unverbindlich, Stand 22.10.2026

  3. Worx Landroid WR340E

    Kleiner GartenHanglage

    Fläche
    bis 600 m²
    Navigation
    RTK + Kamera
    Steigung
    84 %

    Für Spezialfälle5,1 von 10

    1.499 €unverbindlich, Stand 22.10.2026

  4. Dreame A3 AWD 2000

    Großes GrundstückHanglage

    Fläche
    bis 2.000 m²
    Navigation
    LiDAR
    Steigung
    80 %

    Für Spezialfälle5,5 von 10

    1.599 €unverbindlich, Stand 22.10.2026

  5. MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD

    FamiliengartenHanglage

    Fläche
    bis 1.000 m²
    Navigation
    LiDAR
    Steigung
    80 %

    Stimmige Wahl6,8 von 10

    1.599 €unverbindlich, Stand 22.10.2026

  6. Husqvarna Automower 435X AWD NERA

    Großes GrundstückHanglage

    Fläche
    bis 5.000 m²
    Navigation
    EPOS
    Steigung
    70 %

    Starke Alternative6 von 10

    6.165 €unverbindlich, Stand 22.10.2026

  7. Mammotion LUBA mini 2 AWD 1000

    FamiliengartenHanglage

    Fläche
    bis 1.000 m²
    Navigation
    RTK + Kamera
    Steigung
    80 %

    Starke Alternative6,3 von 10

    1.399 €unverbindlich, Stand 22.10.2026

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